Verborgen unter den Mauern der Veste – vorgeschichtliche Siedlungsspuren auf dem Festungsberg und dem Fürwitz in Coburg. Jahrb. Cob. Landesstift. 2018. | Archäoscout

Verborgen unter den Mauern der Veste – vorgeschichtliche Siedlungsspuren auf dem Festungsberg und dem Fürwitz in Coburg. Jahrb. Cob. Landesstift. 2018.

Als eine der größten stauferzeitlichen Burganlagen Deutschlands thront die Veste Coburg, die Krone Frankens, über dem Coburger Land. Im Jahre 1056 wurde die „Koburk“ als Schenkung der polnischen Königswitwe Richeza an das Erzbistum Köln erstmals erwähnt und dürfte zu
dieser Zeit bereits ein nennenswertes Gut auf dem Festungsberg dargestellt haben. In den folgenden Jahrhunderten gewann die Anlage immer mehr an Bedeutung und wurde durch Erweiterungs- und Umbauarbeiten bis zu ihrer heutigen Gestalt weiterentwickelt. Die Anfänge
und die Bestehenszeit der mittelalterlichen Befestigung auf dem benachbarten Fürwitz sind derweil noch unzureichend erforscht. Zahlreiche vorgeschichtliche Funde von beiden Hochplateaus weisen darauf hin, dass sie bereits einige Jahrtausende früher begangen und sogar
besiedelt wurden. Im Folgenden sollen diese Funde nun erstmals vollständig vorgelegt, in ihrem Kontext interpretiert und eine Einschätzung zu ihrer Bedeutung für die Besiedlungsgeschichte des Coburger Landes abgegeben werden.